Truppenübungsplatzaufenthalt 2024 Tag 5
Also heute mal was ganz Neues, nämlich um 5:30 Uhr aufstehen. Kleiner Scherz, es ist jeden Tag das Gleiche. An diesem Morgen habe ich auch mal die Truppenküche ausprobiert. Direkt vor der Tür stehen bevor die aufmachen ist schon ein Muss in der Kürze der Zeit. Also mit dem Frühstück hat es zeitlich geklappt, aber ich musste natürlich Gas geben. Aber so in Eile und Stress essen ist nicht so das Wahre. Auch wieder wie die anderen Tage standen wir um 6:25 Uhr im Zugrahmen bereit. Um jetzt nicht noch etwas Neues reinzubringen, mussten wir auch an diesem Morgen wieder auf den Bus warten. Einer von den beiden hatte jetzt jeden Tag Verspätung, aber es gibt Schlimmeres. Um 6:40 Uhr sind wir dann zur Schießbahn gefahren.
Auf der Schießbahn angekommen, wurde direkt am Gruppenplatz die Tarnung mit der Tarnschminke durchgeführt. Um ca. 8:30 Uhr sind wir dann zur Munitionsausgabe gegangen und haben direkt die ausgegebene Munition in die Magazine geladen. Danach ging es direkt zum Geländesandkasten wo der Gruppenführer nochmal alles erklärte und schon konnten wir in die Stellungen einfließen. Ich war als MG2 eingeteilt, das ist der Mann neben dem MG3-Schützen. Also im Prinzip auch ein G36-Schütze, der dem MG-Schützen beim Nachladen, Zielerkennen usw. hilft. Die Position ist nicht ganz so beliebt, weil man durch die Unterstützung des MG-Schützen weniger Zeit hat, selbst auf Ziele zu schießen, aber auch das ist notwendig und muss gemacht werden. Ich konnte also selbst nicht viel schießen, aber das war auch in Ordnung. Viele andere in der Gruppe hatten noch kein Gefechtsschießen und so war es richtig, dass sie mehr Übung bekamen. Ich habe dann Magazine an die anderen Stellungen weitergegeben. So konnten diese die Munition gut nutzen und ich konnte mich auf das Maschinengewehr konzentrieren. Ein weiterer negativer Punkt, den ich schon erwähnt habe, ist die Schießbrille, die leider angelaufen war.Nach dem Durchlauf gibt es immer eine kurze Besprechung und der Leitende gibt allen ein Feedback, was nicht so gut gelaufen ist und was gut gelaufen ist. Naja, die Kommunikation war nicht so prall, hat uns der Leitende gesagt. Wenn man es in einer Note ausdrücken will sind wir so bei Note 4. Also da ist noch viel Luft nach oben. Ich habe so das Gefühl, dass er sich mit seiner Kritik oft etwas zurückhält. Ich persönlich fände es gut wenn er ungeschminkt und direkt sagt was nicht so gut gelaufen ist. Für uns ist jetzt klar was wir das nächste Mal besser machen müssen. So bis ca. 10 Uhr waren wir mit dem Lauf und der anschließenden Feedbackrunde unserer Gruppe durch und wieder am Gruppenplatz.
Wir haben dann noch einmal überlegt, was wir beim nächsten Mal ändern und besser machen können. Aber sonst ist an dem Tag nichts mehr passiert. Natürlich gab es noch Mittagessen und die ganzen Sachen mussten auch wieder zusammengepackt werden. Auch die Waffen wurden, nachdem sie abgekühlt waren, noch einmal durchgezogen und kurz eingeölt. Ansonsten hieß es dann aber warten auf den Bus, der um 14:45 Uhr kam. Alles verladen und ab in die Kaserne. In der Kaserne sind wir dann so gegen 15:30 Uhr angekommen. Dort als erstes ausgeladen und die Stiefel geputzt. Rein in die Stuben und noch die Ausrüstung für den nächsten Tag auf Vordermann bringen.
Letztes Antreten war um 17:25 Uhr. Es gab noch eine Beförderung und dann war direkt Dienstschluss. Heute muss ich schauen, dass ich früh ins Bett komme, denn am nächsten Tag geht es wieder früh los und bis spätestens um 1 Uhr nachts wird geschossen. Hoffentlich geht alles gut und wir kommen schneller durch, aber das wird sich erst morgen zeigen. Übermorgen beginnt der Tag wieder wie jeder andere. Der Donnerstag wird also wieder anstrengend, da es weniger Schlaf gibt.
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